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Schützenfest 2024

Dienstag: Kugelfang aufhängen

Das Schützenfest startet tradizionell für die Schützenbrüder mit dem herrichten des Schützenplatzes und mit dem Aufhängen des Kugelfangs. Mit der Hilfe von rund 30 Teilnehmern wurden diese Arbeiten am Dienstagabend kurzerhand erledigt und die ersten Vorbereitungen für das anstehende Schützenfest somit abgeschlossen.  

Mittwoch: Vogel abholen

Nahezu 100 Schützenbrüder trafen sich ab 19:30 Uhr auf dem Hof Bertels um traditionell den Vogel abzuholen. Dieser wurde anschließend gemeinsam in das Vereinslokal 'Landgasthof Arning' verbracht wo alle Teilnehmer den Abend gemütlich ausklingen ließen (den ein oder anderen zog es auch zur nahe gelegenen Landjugendparty "Das Tal bebt!".

Donnerstag: Nesselkönigschießen

Das Stevertal erstrahlte am Donnerstagvormittag in den Farben der Tradition, als die Straßen mit den grün-weißen Fähnchen geschmückt wurden, um den Beginn des diesjährigen Schützenfestes einzuläuten. Die Steveraner Schützen versammelten sich gegen Abend zum traditionellen Nesselkönigschießen, ein Ereignis, das von einem beeindruckenden Andrang an der Theke und am Schießstand begleitet wurde. Über 15 mutige Anwärter stellten sich der Herausforderung, den Königsschuss abzugeben, und eine Schlange von Interessierten erstreckte sich fast bis nach Schapdetten.

Nach intensivem Wettbewerb und dem Abfeuern von 160 Schüssen konnte Malte Bergmann schließlich als würdiger Nachfolger des Vorjahreskönigs Ingo Jakob-Kruse gekrönt werden. An der Seite seiner Königin Sandra Watermann strahlte er mit der untergehenden Sonne um die Wette. Gemeinsam mit einer großen Schar von Besuchern begaben sie sich zum Festzelt, um dort bis spät in die Nacht hinein ausgelassen zu feiern.

Für Malte und sein engagiertes Team markierte dieser triumphale Moment jedoch erst den Anfang der Festlichkeiten. Am kommenden Samstag wird ihr Einsatz auf dem Imbisswagen fortgesetzt, während das Schützenfest in vollem Gange ist.

Freitag: Grün holen

Am Freitagnachmittag, pünktlich um 15:00 Uhr, begann eine erfahrene Truppe von Freiwilligen damit, das wertvolle Birkengrün aus den Tiefen der Wildnis zu ernten. Diese wertvolle Ressource ist von entscheidender Bedeutung für die festlichen Dekorationen der kommenden Tage. Unter dem strahlenden Sonnenlicht und inmitten der Natur machte sich die Gruppe daran, das Birkengrün sorgfältig zu sammeln, wobei jedes Stück mit Bedacht ausgewählt wurde, um die Schönheit und den Glanz des Schützenfestes zu betonen. Später am Abend versammelten sich dann die geneigten Schützenbrüder zum traditionellen "Grün holen gen Baumberge". In einer fröhlichen Kolonne begaben sie sich in die Baumberge, wo sie sich an den mitgebrachten Grillwürstchen und Getränken stärkten und die Aussicht sowie die angenehme Gesellschaft genossen.

Samstag: Schmücken des Festzelts

Am 11. Mai 2024 versammelten sich um 13:00 Uhr zahlreiche Mitglieder und Freiwillige des Schützenvereins "Gemütlichkeit" Stevern, um gemeinsam das Festzelt zu dekorieren und zu schmücken. Mit emsiger Hand wurden Tische aufgestellt, dekoriert und der gesamte Festbereich mit Birken und Rosen verschönert. Ein herzlicher Dank gebührt all den engagierten Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz diesen Tag erst möglich machten.

Samstag: Eröffnungsball

Der Höhepunkt des Abends war zweifelsohne der Eröffnungsball um 20:00 Uhr, der dem amtierenden Königspaar Florian Fliss und Sophia Bäumer gewidmet war. Das Paar hatte zu diesem festlichen Anlass zahlreiche Gäste aus der gesamten Region eingeladen, darunter Familie, Freunde und Bekannte, die sich zahlreich eingefunden hatten, um gemeinsam zu feiern.

Nach einer kurzen, aber bewegenden Rede durch den Kaiser und 1. Vorsitzenden Sascha Fliss ergriff auch König Florian Fliss das Wort und bedankte sich herzlich für die Unterstützung während seiner Regentschaft.

Der Höhepunkt des Abends war zweifelsohne der Eröffnungstanz von Florian und Sophia, begleitet von tosendem Applaus. Mit den folgenden Tanzschritten wurden auch das Kaiserpaar Sascha und Carina Fliss sowie der Vorstand und die Offiziere in das Geschehen einbezogen.

Für die musikalische Untermalung sorgte die Partyband "JustNow", die mit ihrem vielseitigen Repertoire für beste Stimmung und ausgelassene Tanzlaune im Festzelt sorgte. Die Bewirtung wurde professionell vom Team von Albert Fimpler sowie durch Maltes Imbiss übernommen, die mit leckeren Köstlichkeiten und erfrischenden Getränken die Gäste verwöhnten.

Im Laufe des Abends füllte sich das Festzelt immer weiter mit Gästen aus Nah und Fern, die sich von der festlichen Atmosphäre und der herzlichen Gemeinschaft des Schützenvereins angezogen fühlten. Es war ein Abend voller Freude, Geselligkeit und unvergesslicher Momente, der bis in die frühen Morgenstunden anhielt.

Der Königsball der "Gemütlichkeit" Stevern war somit nicht nur ein gelungener Abschluss der Regentschaft des Königspaares Florian Fliss und Sophia Bäumer, sondern auch ein Zeugnis für die Stärke und Verbundenheit einer lebendigen Vereinsgemeinschaft.

Sonntag: Antreten

Am sonnigen Sonntag, dem 12. Mai 2024, versammelten sich die Mitglieder des Schützenvereins "Gemütlichkeit“ Stevern zu ihrem alljährlichen Schützenfest. Pünktlich um 13:00 Uhr traten sie am Festzelt an der Wiese von Schulze Tilling an, um gemeinsam einen Tag voller Tradition, Gemeinschaft und festlicher Feierlichkeiten zu erleben.

Der Oberleutnant Kai Sosna begrüßte die Anwesenden herzlich und eröffnete das Fest mit einer Reihe besonderer Ehrungen und Anerkennungen. Unter anderem wurden frisch gebackene Väter am Muttertag dazu aufgefordert, vorzutreten, um mit einer Schnullerkette den Dank für ihre bevorstehende Vaterschaft entgegenzunehmen. Diese herzerwärmende Geste stieß auf große Zustimmung und wurde von den Anwesenden mit Beifall honoriert. Allerdings gab es auch ernste Momente, als Matthias Wilmer wegen übertriebener Plakatierung gerügt werden musste. Doch insgesamt standen Freude und Zusammenhalt im Vordergrund, was durch die Verleihung von Orden an Jan van der Kolk, Kai Sosna und Andreas Fliss für ihre Verdienste bei der St. Antoni Bruderschaft, wo sie bereits als Holzschuhkönige gekrönt wurden, unterstrichen wurde.

Der Schützenzug, der zunächst aus beeindruckenden 868 Mitgliedern bestand (gezählt durch die Schützen selbst und mehrfach nach unten korrigiert), setzte sich unter Begleitung des BMV Nottuln und des Spielmannszugs Amelsbüren in Bewegung. Die eindrucksvolle Formation zog durch den Freistaat Stevern zum Hof Eilmann, wo die Fahne des Vereins eingeführt wurde. Anschließend setzte sich der Zug in Richtung Schmiede Rönnebäumer fort, wo Major Ralf Krevert den Muttertag würdigte, indem er den weiblichen Zuschauern Rosen überreichen ließ. Diese Geste der Anerkennung und Wertschätzung wurde von den Anwesenden mit großer Freude aufgenommen und trug zur festlichen Atmosphäre des Tages bei.

An der Schmiede wurden die berittenen Offiziere sowie die Königskutsche mit dem amtierenden König Florian Fliss, dem ehemaligen König Martin Frerick und dem Ehrenvorsitzenden Ludger Gorke in den Zug integriert.

Der nächste Stopp führte den Zug zum Ehrenmal, wo ein bewegender Moment der Stille herrschte, als ein Kranz niedergelegt wurde, um den im vergangenen Jahr verstorbenen Mitgliedern zu gedenken. Diese traditionelle Zeremonie diente dazu, die Verbundenheit und Wertschätzung für die Verstorbenen zum Ausdruck zu bringen und verdeutlichte die tiefe Verwurzelung des Vereins in seiner Geschichte und Tradition.

Vom Ehrenmal aus setzte der Zug seinen Weg fort zum Schützenplatz, wo das Herzstück des Festes, das Vogelschießen, stattfand. König Florian Fliss eröffnete das Schießen mit dem ersten Schuss, gefolgt von Goldkönig Bernhard Schniggendiller, Vorjahreskönig Martin Frerick, Kaiser Sascha Fliss und Ehrenvorsitzenden Ludger Gorke. Das Vogelschießen, das von Spannung und Emotionen geprägt war, zog die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf sich, während sich die Schützen darauf konzentrierten, die begehrten Insignien und Wertmarken für Getränke zu erlangen.

Während des Schießens kristallisierten sich drei ernsthafte Anwärter auf den Königstitel heraus: Martin Frerick, Patrick Hagedorn und Felix Terkratz. Doch ihre Ambitionen wurden von den Brüdern Patrick und Andreas Brinkmann sowie Daniel Jäger herausgefordert, die sich als würdige Konkurrenten erwiesen. Schließlich sicherte sich Andreas Brinkmann, der erst am Vorabend in den Schützenverein eingetreten war, nach seinem vierten Schuss und dem insgesamt 150. Schuss die begehrte Königswürde, was von den Anwesenden mit Jubel und Applaus gefeiert wurde.

Nach der Krönung des neuen Königs setzte sich der Schützenzug erneut in Bewegung, um den Fahnenschlag durch die Fahnenoffiziere Sebastian Mersmann und Simon Till am Festzelt zu bestaunen.

Sonntag: Königsball

Am Abend fand dann die ausgelassene Feier ihren Höhepunkt, als der neue König gemeinsam mit seiner König Denise Lanksch sowie Freunden, Bekannten und benachbarten Vereinen gebührend gefeiert wurde. Bevor der Eröffnungstanz die Tanzfläche freigab ergriff Kaiser und 1. Vorsitzender Sascha Fliss das Wort und begrüßte alle Anwesenden inklusive der Gastvereine aus Nottuln und Schapdetten. Zudem gratulierte er nochmals dem frisch gebackenen Königspaar und eröffnete den Abend. Die Partyband "Just Now" sorgte für gute Stimmung und Tanzmusik, während das Team Fimpler und von Maltes Imbiss die Gäste mit köstlichen Speisen und erfrischenden Getränken verwöhnte. Die festliche Atmosphäre, die von Lachen, Musik und fröhlicher Geselligkeit geprägt war, machte das Schützenfest zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Anwesenden bis spät in die Nacht.

Montag: Gemütlichkeit ist Trumpf!

Am 13. Mai 2024 öffnete der Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern seine Tore für den gemeinsamen Ausklang das alljährliche Schützenfest, das nicht nur eine Feier der Tradition, sondern vor allem ein Ausdruck der tiefen Verbundenheit und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft darstellt. Unter der einfühlsamen Leitung von Pfarrer Gotthart begann der Tag mit einem bewegenden Gottesdienst, der die Anwesenheit Gottes im Alltag betonte und die Gemeindemitglieder dazu ermutigte, in ihrer Heimatstadt Stevern nicht nur ein Zuhause, sondern auch einen Ort der spirituellen Verbundenheit zu sehen.

Nach diesem besinnlichen Start versammelten sich die Festbesucher zu einem herzlichen Frühstück, das vom Team von Maltes Imbiss liebevoll vorbereitet wurde. Während die Gäste sich an den köstlichen Speisen erfreuten, zeigten sie ihre Großzügigkeit durch Spenden in Höhe von insgesamt 867,50 Euro. Diese Spenden, die zu gleichen Teilen an die Organisationen "Jedem Kind ein Mittagessen" und das "Kinderhospiz" gehen sollen, verdeutlichen das soziale Engagement und die Mitmenschlichkeit, die in Stevern fest verankert sind.

Ein Höhepunkt des Frühstücks war die Ehrung langjähriger Mitglieder des Schützenvereins, die ihre langjährige Treue und ihre Bindung an die Gemeinschaft würdigte. Während dieser Zeremonie richteten sowohl Dr. Dietmar Thönnes, Bürgermeister der Gemeinde Nottuln, als auch Egbert Messing von der Volksbank Nottuln, ermutigende Worte an die Festgäste. Thönnes' humorvolle Bemerkung über die Zugehörigkeit Steverns zum "Kaiserreich Nottuln" brachte dabei eine heitere Note in die Feierlichkeiten und unterstrich zugleich die gemeinsame Identität und Verbundenheit der Region.

Besonders amüsant waren die Erinnerungen an das Schießen vor 50 Jahren, wie sie von Bernhard Schniggendiller humorvoll präsentiert wurden. Seine Anekdoten über die Kunst des Schießens und die Königswürde brachten nicht nur Gelächter, sondern verdeutlichten auch die tief verwurzelte Tradition des Schützenfestes in Stevern.

Der Tag bot jedoch nicht nur feierliche Momente und kulinarische Genüsse, sondern auch zahlreiche Aktivitäten für die jüngsten Mitglieder der „Gemütlichkeit“. Die Offiziere des Schützenvereins organisierten unterhaltsame Spiele und Attraktionen wie eine Hüpfburg und einen Sandkasten, die die Kinder mit strahlenden Gesichtern genossen und die Gemeinschaft über Generationen hinweg zusammenbrachten.

Darüber hinaus erwies sich der Verkauf von Losen als äußerst erfolgreich, wobei ein stolzer Erlös von 2300 Euro erzielt wurde. Auch hier zeigte sich die großzügige Natur der Steverner Gemeinschaft (und besonderes der Offiziere), die gemeinsam dazu beitrug, wichtige Organisationen zu unterstützen und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Der Abend klang schließlich mit der Ausgabe der Tombola-Gewinne und dem Ende des Schützenfestes aus. Es war ein Tag, der die Essenz von Stevern in all ihren Facetten widerspiegelte - eine Gemeinschaft, die nicht nur Traditionen pflegt, sondern auch durch ihre Großzügigkeit, Solidarität und Herzlichkeit glänzt.

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