Schützenverein "Gemütlichkeit" Stevern
GEGRÜNDET 1860
Schützenfest 2026
Dienstag: Kugelfang aufhängen
Am Dienstagabend wurde an der Vogelstange in Stevern traditionell der Kugelfang montiert – für viele Vereinsmitglieder und Steveraner das untrügliche Zeichen dafür, dass das Schützenfest unmittelbar bevorsteht. Mit vereinten Kräften trafen sich zahlreiche Helfer des Schützenvereins, um die letzten Vorbereitungen rund um die Vogelstange und das Festgelände voranzutreiben.
Bereits seit mehreren Wochen laufen die Arbeiten im Hintergrund auf Hochtouren. Ob Organisation des Festablaufs, Abstimmungen mit Musikvereinen und Gastvereinen, Aufbauarbeiten am Festzelt oder die Vorbereitung der Vogelstange – viele ehrenamtliche Helfer investieren Jahr für Jahr unzählige Stunden, damit das Schützenfest in Stevern reibungslos stattfinden kann.
Das Aufhängen des Kugelfangs markiert dabei traditionell einen besonderen Moment in der heißen Phase der Vorbereitungen. Für viele Beteiligte steigt spätestens jetzt die Vorfreude auf die kommenden Festtage spürbar an. Während an der Vogelstange gearbeitet wurde, wurden gleichzeitig letzte organisatorische Details abgestimmt und die Planungen für die bevorstehenden Tage finalisiert.
Auch in diesem Jahr blickt der Schützenverein Stevern voller Vorfreude auf ein stimmungsvolles Schützenfest mit vielen Gästen, geselligen Stunden und gelebter Gemeinschaft.
Mittwoch: Vogel abholen
Wie seit vielen Jahrzehnten traf sich auch am Mittwochabend wieder eine gut gelaunte Gruppe von Schützenbrüdern, um gemeinsam eine der traditionsreichsten Veranstaltungen vor dem Steveraner Schützenfest zu feiern: das Wegbringen des Vogels. Erstmals fand das Treffen dabei in der neuen Halle der Familie Gorke statt, die für einen gelungenen Rahmen und beste Stimmung sorgte.
Neben dem geselligen Beisammensein warteten die Schützen natürlich besonders gespannt auf den Höhepunkt des Abends – die Vorstellung des neuen Schützenvogels. Die beiden Vogelbauer Ludger und Herbert Laubrock präsentierten dabei erneut ein eindrucksvolles Exemplar und bewiesen einmal mehr ihr handwerkliches Können. Mit viel Liebe zum Detail und großer Präzision entstand ein Schützenvogel, der bei allen Anwesenden großen Eindruck hinterließ und viel Anerkennung erhielt.
Nach der offiziellen Vorstellung des Vogels rief Leutnant Johannes Gorke schließlich zum Abmarsch. Gemeinsam machte sich die Schützengruppe mit dem neuen Vogel auf den Weg zum Vereinslokal Arning. Dort angekommen warteten bereits kühle Getränke, zahlreiche Gäste und ein reichhaltiges Schnitzelbuffet auf die Teilnehmer. In geselliger Runde wurde gemeinsam gegessen, erzählt und auf die bevorstehenden Festtage angestoßen.
Doch damit war der Abend noch nicht beendet: Zum stimmungsvollen Ausklang zog es viele Schützen weiter auf das Festzelt der Landjugend. Dort wurde bis in die Nacht hinein gemeinsam gefeiert und die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest weiter angeheizt.
Donnerstag: Nesselkönigschießen
Trotz widriger Wetterbedingungen hat der Schützenverein Stevern gestern ein rundum gelungenes Nesselkaiserschießen gefeiert. Bereits zum Antreten um 17.30 Uhr zeigte sich schnell, dass die Bodenverhältnisse rund um die Vogelstange eher an ein Wacken-Festival erinnerten als an einen klassischen Schützenfestplatz. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinerlei Abbruch.
Vor allem die jüngsten Besucher entdeckten den Schlamm kurzerhand als neue Spielfläche für sich, während zahlreiche Gäste das Geschehen an der Vogelstange verfolgten. Trotz der schwierigen Bedingungen war die Beteiligung groß und die Stimmung während des gesamten Abends hervorragend.
Um 19.36 Uhr fiel schließlich der Nesselkaiservogel. Mit dem 175. Schuss sicherte sich Simon Wessels die Nesselkaiserwürde. Die Treffsicherheit der Schützen ließ zuvor allerdings etwas auf sich warten, sodass sich der Vogel hartnäckig zeigte und die Zuschauer über viele spannende Schüsse hinweg mitfieberten.
Anschließend wurde direkt der zweite Vogel aufgesetzt. Auch hier blieb es spannend, ehe Julian Werner mit dem 56. Schuss den entscheidenden Treffer landete und gemeinsam mit seiner Frau Nadine die Nesselkönigswürde 2026 übernimmt.
Nach dem Schießen setzte sich der Festzug mit zwei Kutschen in Richtung Festzelt in Bewegung. Dort wartete ein bestens gefülltes Zelt mit ausgelassener Stimmung auf die Gäste. Für musikalische Unterhaltung sorgte unter anderem eine spontan zusammengestellte Gruppe Steveraner Musikanten unter der Leitung von Norbertz. Rund 20 Musikerinnen und Musiker sorgten mit mehreren Musikstücken für echte Blasmusikstimmung und trugen maßgeblich zum gelungenen Abend bei.
So bleibt das Nesselkaiserschießen 2026 trotz schwieriger Wetterbedingungen erneut als stimmungsvolles und bestens besuchtes Vereinsfest in Erinnerung.
Freitag: Grün holen
Am Freitagnachmittag fiel in Stevern der offizielle Startschuss für die letzten großen Vorbereitungen auf das Schützenfest. Pünktlich um 15 Uhr machte sich eine erfahrene Helfergruppe auf den Weg, um das traditionelle Birkengrün zu sammeln. Jahr für Jahr gehört das „Grün holen“ zu den wichtigsten Aufgaben vor dem Fest, denn erst mit dem frischen Birkenschmuck erhalten Festzelt, Vogelstange und Festplatz ihre besondere Schützenfestatmosphäre.
Bei bestem Wetter wurde das Grün sorgfältig ausgewählt und geschnitten. Mit viel Routine, guter Laune und eingespielten Handgriffen arbeiteten die Helfer Hand in Hand.
Nachdem die Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen waren, stand am Abend der nächste traditionelle Programmpunkt an. Beim „Grün holen gen Baumberge“ machte sich eine fröhliche Schützentruppe gemeinsam auf den Weg in Richtung Baumberge.
Oben angekommen wurde in geselliger Runde gemeinsam gefeiert. Bei frisch gegrillter Bratwurst, kühlen Getränken und bester Aussicht über das Münsterland vergingen die Stunden wie im Flug. Viele nutzten die Gelegenheit für gute Gespräche und stimmten sich gemeinsam auf die bevorstehenden Festtage ein.
Samstag: Schmücken des Festzelts
Am Samstag um 13 Uhr trafen sich zahlreiche Mitglieder und Freiwillige der „Gemütlichkeit“ Stevern zum traditionellen Zelt schmücken. Mit viel Einsatz wurden Tische gestellt, geschmückt und das Festgelände mit frischem Birkengrün und Rosen in Szene gesetzt.
Dank der vielen helfenden Hände verwandelte sich das Zelt im Handumdrehen in einen feierlichen Ort – bereit für das große Fest. Ein herzliches Dankeschön an alle, die mit angepackt und diesen Tag möglich gemacht haben!
Samstag: Eröffnungsball
Am Samstagabend stand beim Schützenverein Stevern der festliche Königsball im Mittelpunkt des Schützenfestwochenendes. Ab 19 Uhr versammelten sich die Gäste des Königspaares Heike und Bernhard Brinkmann auf dem Hof Brinkmann, um gemeinsam in einen stimmungsvollen Abend zu starten.
Ebenfalls begrüßt wurden die Jubelkönigspaare des Vereins. Für ihre langjährige Verbundenheit zum Schützenwesen wurden Veronika und Willi Hölscher als Jubelkönigspaar für 40 Jahre sowie Ute und Herbert Jäger für 50 Jahre besonders geehrt.
Da Königin Heike auch aktiv in der BMV engagiert ist, wurde der anschließende Weg zum Festzelt musikalisch von einer kleinen Blaskapelle begleitet. Bereits kurz nach dem Einzug füllten sich die Plätze rund um den Thron bis auf den letzten Platz.
Im Festzelt begrüßte Vorsitzender Sascha anschließend die zahlreichen Gäste und Ehrengäste. Unter anderem konnten Ehrenvorsitzender Lutzke und seine Frau Hedwig willkommen geheißen werden. Nach der offiziellen Begrüßung stellte Sascha die Band „Soundtrack“ vor, die den Abend musikalisch begleitete.
Mit dem Eröffnungstanz begann schließlich ein stimmungsvoller Festabend, der sich schnell zu einer ausgelassenen Feier entwickelte. Bis in die frühen Morgenstunden wurde gemeinsam gefeiert, getanzt und das Schützenfest in geselliger Atmosphäre genossen.
Damit zeigte sich erneut, dass der Schützenfest-Samstag in Stevern einen festen Platz im Vereinsleben und im Kalender vieler Gäste hat.
Sonntag: Antreten
Der Schützenfest-Sonntag des Schützenvereins Stevern stand ganz im Zeichen des Königsschießens und lockte zahlreiche Schützen, Gäste und Besucher an die Vogelstange. Bereits um 13 Uhr trafen sich die Schützen und Schützinnen am Festzelt zum Antreten. Besonders erfreulich war dabei die starke Beteiligung der Frauen, die zahlreich vertreten waren und das Bataillon bereicherten.
Gegen 13.30 Uhr setzte sich der Festzug schließlich in Bewegung. Leutnant Johannes Gorke und Hauptmann Kai Sosna machten das Bataillon marschbereit und begrüßten die angetretenen Schützen. In lockerer Atmosphäre durfte dabei auch der ein oder andere humorvolle Seitenhieb nicht fehlen. So wurde Johannes Bröker augenzwinkernd als zukünftiger Doppelkopf-Trainer angekündigt, nachdem er im Winter das Turnier im Longinusturm gewonnen hatte. Auch Anton Kaske wurde für seine kreative Parksituation rund um das Festzelt humorvoll erwähnt.
Für gute Stimmung unterwegs war ebenfalls gesorgt: Während des Marsches gab es für die Damen kleine Überraschungen und Erfrischungen, ehe der Zug gemeinsam mit den Spielleuten und der BMV weiter Richtung Eilmann marschierte. Dort wartete bereits die nächste kühle Erfrischung auf die Teilnehmer.
Besonders emotional wurde es, als Oberst und Vorstand an den verstorbenen Offizier und langjährigen Vereinsantreiber Hubert Brinkmann erinnerten. Viele Mitglieder und Gäste gedachten ihm an diesem Wochenende und machten deutlich, wie sehr er dem Verein weiterhin fehlt.
Im Anschluss wurde die Königskutsche in den Festzug eingegliedert. Mit dabei waren Herbert Jäger, Willi Hölscher, Bernhard Brinkmann und Andreas Brinkmann. Danach führte der Weg traditionell zum Ehrenmal, wo Vorsitzender Sascha bewegende Worte fand und zugleich mahnend auf die aktuelle weltpolitische Lage einging. Gleichzeitig appellierte er an Zusammenhalt, Gemeinschaft und Zuversicht.
An der Vogelstange angekommen, begann das spannende Königsschießen. Die Insignien wurden zügig abgeschossen und auch rund um die Vogelstange herrschte bei Pommes, Süßigkeiten, Getränken und vielen Gesprächen beste Stimmung. Schnell kristallisierte sich Felix Terkratz als ernsthafter Anwärter auf die Königswürde heraus. Mit dem 73. Schuss holte er schließlich den Vogel von der Stange und sicherte sich damit die Königswürde des Schützenvereins Stevern.
Im Anschluss begeisterten Simon Till und Leon Henke die Zuschauer mit einem gelungenen Fahnenschlag, bevor der Festzug zurück zum Festzelt zog. Dort warteten bereits die Gastvereine auf den neuen König und seine Begleitung. In geselliger Atmosphäre klang der Sonntagabend schließlich gemeinsam aus und bildete einen weiteren gelungenen Höhepunkt des diesjährigen Schützenfestes.
Montag: Gemütlichkeit ist Trumpf!
Der letzte Schützenfesttag in Stevern begann am Montag um 10.00 Uhr traditionell mit dem gemeinsamen Gottesdienst. Pfarrer Ludwig Gotthardt begrüßte den neuen König Felix Terkatz, das Königspaar 2025 Heike Bernhard Brinkmann, Silberkönigspaar Hildegard und Heinrich Kösters, Jubelkönigspaar 40 Jahre Veronika und Willi Hölscher, Goldkönig Herbert Jäger und alle anwesenden Gäste herzlich um dann während des Gottesdienstes an die Werte der „Gemütlichkeit“ zu erinnern. Er forderte Alle auf diese Werte zu zu feiern, zu bewahren und in die nächste Generation weiter zu geben. Nach der Messe wurde das Festzelt schnell für das gemeinsame Frühstück eingerichtet. 1. Vorsitzender Sascha Fliss bedankte sich bei Pfarrer Gotthardt für die Messfeier und konnte unter den Ehrengästenden Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und Egbert Messing von der Volksbank Nottuln begrüßen. In seinen Grußworten gratulierte der Bürgermeister dem König 2026 Felix, sowie allen Jubelkönigen und erwähnte, dass ihm die „Gemütlichkeit“ wörtlich genommen am Herzen klebt und wies dabei auf den „Freistaat Stevern“ Pin an seinem linken Revers hin. Es sei Ihm in den letzten vier Tagen eine Freude gewesen, mit der Musik aus dem Stevertal einzuschlafen zu dürfen. Auch er lobte die besondere Atmosphäre beim Schützenverein „Gemütlichkeit“ Stevern. Wie in der Festfolge vorgesehen erfolgten danach die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Besonders in diesem Moment wird deutlich was die Verbundenheit mit dem Schützenverein bedeutet. Hervorzuheben sind die 50-jährige Mitgliedschaft von Willi Hölscher. Er ist seit vielen Jahren im Verein aktiv und auch aktuell als Organisator des Doppelkopfturniers nicht wegzudenken. Als weiteres langjähriges Vereinsmitglied konnte Dieter Elfers für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt werden. Er steht mit seiner Familie und deren beliebter Gastronomie wie kaum etwas anderes für das Stevertal und ist damit weit über die Grenzen der Bauerschaft bekannt. Beim Schützenverein ist er seit Jahrzehnten ein gern gesehener Gast. Neben den zwei erwähnten standen Ehrungen für insgesamt 19 Mitglieder an. Alle Majestäten, Ehrengäste, Vorstand und Offiziere versammelten sich zum großen Gruppenfoto an der Blutbuche neben der Mühle Schulze Westerrath. Die diesjährige Spendensammlung des Schützenvereins soll der Tafel in Coesfeld und der Palliativen Pflege und Begleitung der Caritas zugutekommen. Der Nachmittag entwickelte sich wie immer gemütlich und sorgte mit einem kleinen Programm für die Kinder, sowie bei der alljährlichen Tombola für einige weitere unbeschwerte Stunden. Auf das es im nächsten Jahr wieder heißt: Herzlich Willkommen bei der „Gemütlichkeit“.